“Das kleine Buch vom Gehirn” von Michael Madeja, C.H. Beck
Aufbau und Funktion des Gehirns werden in wirklich einfacher Art und Weise erklärt.
Aufbau und Funktion des Gehirns werden in wirklich einfacher Art und Weise erklärt.
Wer sich intensiv mit der abendländisch-christlichen Kultur auseinandersetzen möchte bzw. mit dem Ursprung der jüdisch-christlich-islamischen Religion, dem sei dieses Buch empfohlen.
1878 unternahm Mark Twain eine Reise durch Europa, besuchte Deutschland den Rhein abwärts, entlang des Neckars, kam durch Süddeutschland und über die Schweiz bis nach Oberitalien.
Die Historikerin Heike B. Görtemaker hat in diesem Band den aufschlussreichen Versuch unternommen, etwas Neues über die private Sphäre des seinerzeitigen Volkshelden zu bringen. Dabei sind ihr neben den interessanten Bildern auch schriftliche Schnappschüsse gelungen, wie der Beweis, dass sich in der Umgebung des damaligen Reichskanzlers und Führers auch über Judenverfolgung unterhalten wurde. Darüber hinaus bietet das Buch ein Kaleidoskop deutscher Spießigkeit in den entsprechenden Jahren, während die Welt und Umwelt nebenbei zerstört wurde.
Wayne Kramers “Crossing Over” beschnitten, entschärft und lieblos versenkt.
“Früher einmal war die Erde ohne Plastik. Doch dann kam der große Auftritt des belgischen Chemikers Leo H. Bakeland. In den Jahren 1905 bis 1907 entwickelte er Bakelit, das erste vollsynthetische Produkt aus Erdöl. Seither schlägt der Fortschritt ein Rad um das andere. Nach der Steinzeit, der Bronze- und der Eisenzeit haben wir jetzt die Plastikzeit. Wir sind Kinder des Plastikzeitalters.” Was wir hören, steht in traurigem Kontrast zu dem, was wir sehen: ein idyllisches Gebirgstal. Wolken, Wälder, blauer Himmel - Natur pur.
Das viel besprochene Buch von Hape Kerkeling enthält Botschaften, Erinnerungen und Beobachtungen, die es in sich haben. Auf seinem Weg nach Santiago de Compostela erfährt er seine Grenzen und er schließt Freundschaften. Neben seinen oft humorvollen Einschüben und farbenfrohen Schilderungen der Landschaft und der Menschen gelingt ihm nebenbei eine eigene Biographie. So wird dieser Weg zu einer Wanderung zu sich selbst und zur Einschätzung von Leben und Tod.
Auf der Suche nach seinem Vater, einem einflussreichen Politiker in Pakistan, reist Aatish Taseer durch die halbe islamische Welt und findet das, was wir alle erkennen können, nämlich ein männlich beherrschtes Handeln allüberall, das wohl mit dem „System“ beschrieben wird. - Wie ein großes Welttheater rollt sich alles auf. Freundschaft steht neben Hass und sogar der Bettler (der „Sieger“ im Salzburger Welttheater!) wird, in einer kurzen Szene nur, einfach seiner Verzweiflung überlassen. Wehe, wenn sich Hoffart mit absoluter religiöser Sicherheit paaren würde!
Nun, nachdem man die offenbar geklauten Passagen entdeckt hat, ist das Buch nun in gleich jeder Zeitung und jeder Plattform im Internet mehrfach erwähnt worden. Dabei hätte es doch dem Skandal gar nicht mehr bedürft. Schon bevor die Diskussion über geistigen Diebstahl und die Kunst, aus bestehenden Versatzstücken eines neues Werk zu basteln, begonnen hat, wurde das Buch in praktisch allen Feuilletons dieses Landes hochgejubelt. Dabei fühlt man sich eigentlich nur an einen Fall erinnert, der auch solche Wellen in der Presse geschlagen hat. Genau: Vor etwa zwei Jahren gab es da den Aufstand um die Feuchtgebiete von Charlotte Roche. Und immerhin eine Gemeinsamkeit fällt sofort auf, wenn man beide Fälle vergleicht.
Dieser Roman, emporgehoben vom Verlag und den Medien, ist natürlich kein Wunder, denn die patchwork-ähnliche Collage zwischen den Buchdeckeln mag zwar intelligent gemacht sein, wie man jetzt lesen kann auch anhand von Vorarbeiten eines anderen Autors. Jedoch, das müssen wir wissen, in Zukunft wird einiges dieser Art immer wieder möglich sein.