Polit-PR zwischen Facebook und Klingelton: Entscheidet Viral Marketing die US-Vorwahlen?
Wer Barack Obamas Erfolg bei den US-Primaries verstehen will, wird möglicherweise im Prinzip des “Viral Marketing” eine Antwort finden:
Wer Barack Obamas Erfolg bei den US-Primaries verstehen will, wird möglicherweise im Prinzip des “Viral Marketing” eine Antwort finden:
Da war er, der so sehnlich erwartete Moment für Hillary Clinton: Der Bundesstaat Rhodes Island entschied sich in den gestrigen Vorwahlen für sie. Damit ging eine lange Siegesserie für ihren Konkurrenten Barack Obama verloren. Zwölf Vorwahlen in Serie konnte der smarte Herausforderer für sich entscheiden, die zwölfte und letzte, im Bundesstaat Vermont, erst wenige Minuten zuvor. Und der Abend wurde noch besser für Hillary, auch die extrem wichtigen Vorwahlen in Ohio und Texas konnte sie gewinnen. Ob das allerdings irgendetwas bringt, ist die große Frage.
Hillary Clinton konnte in dieser Nacht (MET) Ohio klar (54% : 44%) und Texas knapp (51% : 48%) für sich entscheiden. Ihre Aussichten, Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden, sind damit wieder leicht gestiegen.
Der Mann am Mikrophon sagt: “Wir bringen Demokraten und Unabhängige zusammen, und ja, auch einige Republikaner. [..] Dort drüben ist einer, ein Obamacan, wie wir sie nennen. Und sie flüstern mir zu. Sie sagen: (der Mann am Mikrophon beugt sich kurz zum Mikrophon und spricht leise) ‘Barack, ich bin ein Republikaner, aber ich unterstütze dich’ (Applaus und Gelächter ertönt, der Mann richtet sich wieder auf) Und ich sage (der Mann beugt sich wieder vor, grinst und sagt leise): ‘Danke schön’.”
Auffällig ist die starke Emotionalisierung des Wahlkampfes in den USA. Man könnte fast den Eindruck bekommen, nicht die Themen stünden mehr im Vordergrund, sondern nur noch die charismatische Ausstrahlung der Kandidaten, ähnlich wie bei Popstars. Dr. Kai Arzheimer, seines Zeichens Wahlforscher an der University of Essex, im Interview.
Mitt Romney wirft das Handtuch und zieht sich aus dem Wahlkampfrennen um die amerikanische Präsidentschaftskanditatur zurück. Dies verkündete er heute in Washington. Am vergangenen Dienstag hatte er beim “Super Tuesday” deutlich gegenüber McCain an Boden verloren.
It´s “Super Tuesday”! 22 US-Staaten stimmen heute Nacht (nach unserer Zeit) über ihren Präsidentschaftskandidaten ab - Grund genug, einige Experten zu befragen. Lesen Sie das Kurzinterview mit Frau Dr. Stormy-Annika Mildner von der Stiftung Wissenschaft und Politik. In einem weiteren Interview kommen Prof. Brigitte Georgi-Findlay von der TU Dresden, Prof. Hubert Zapf von der Uni Augsburg und Frau Prof. Dr. Sabine Sielke, Leiterin des Nordamerikastudienprogramms der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zu Wort.
Heute Nacht entscheidet sich alles – möglicherweise. Sicher ist das nicht, wie so einiges unsicher ist, in diesen letzten Stunden, bevor der SuperDuperTuesday beginnt. Der TsunamiTuesday. Der Tag, an dem noch mehr US-Bundesstaaten ihre Vorwahlen abhalten als gewöhnlicherweise am SuperTuesday, weswegen aus Super auch SuperDuper wird.
John McCain gewinnt mit 36 Prozent der Stimmen die Vorwahlen der Republikaner in Florida. Rudy Giuliani, der sich so viel von seinem ersten großen Angriff auf die Präsidentschaftskanditatur erhofft hatte, hatte mit mageren 15 Prozent keine Chance. Das Ergebnis der Demokraten war in Florida nicht entscheidend.
Am morgigen Samstag, dem 26. Januar, wird im Vorwahlkampf um die US-Präsidentschaft mit den Wahlen in South Carolina eine weitere entscheidende Hürde genommen. Jedenfalls auf demokratischer Seite. Für die Republikaner folgt der nächste Schritt erst am kommenden Dienstag, in Florida.
Am 4. November 2008 finden in den USA Präsidentschaftswahlen statt. George W. Bush darf nach zwei Amtszeiten im Oval Office verfassungsgemäß nicht wieder antreten. In seine Amtzeit fielen nicht nur der 11. September und damit der erste Angriff auf US-amerikanisches Territorium seit Pearl Harbor, sondern auch die Kriege in Afghanistan und dem Irak. Geleitet von einer Gruppierung neokonservativer Kräfte, die es sich zur Aufgabe machten ein New American Century ins Leben zu rufen, hinterlässt der Sohn des ehemaligen Präsidenten George Bush Senior dem nächsten Präsidenten eine Reihe von schwierigen Aufgaben. Zudem führten beide Wahlen, in denen sich Bush als Sieger durchsetzte, aufgrund ihrer Umstände und Knappheit zu einer inneren Spaltung der USA.