Momentaufnahme
Teilnehmer der ersten Triennale Schweinfurt vom 12. November bis 14. Februar 2010 stehen fest
Teilnehmer der ersten Triennale Schweinfurt vom 12. November bis 14. Februar 2010 stehen fest
Triennale Schweinfurt will alle drei Jahre Kunstschaffenden der Region ein Forum geben
Lange Zeit hatte man im Kino gebraucht, um den Holocaust zu thematisieren und den Menschen begreiflich zu machen. Viele wollten auf Deutscher wie auch auf jüdischer Seite zudem das Thema, ihre Erlebnisse und ihre grauenhafte Vergangenheit verträngen. Wie in der Literatur, so hat auch im Film die Beschäftigung mit dem Holocaust erst recht spät angefangen - frühestens mit den Eichmann-Prozessen in den 70er Jahren. Heute sind Filme wie “Schindlers Liste”, “Der Pianist” oder “Das Leben ist schön” hoch dotiert und aus der Filmgeschichte nicht mehr wegzudenken. Seit ein paar Wochen beschäftigt sich die Kinowelt wieder mit der Vergangenheit. Insgesammt drei Filme behandeln das Thema in ihrer eigenen Art und Weise, aus dem Blickwinkel eines Kindes, eines jüdischen Partisanen und eines Mannes aus den 70ern, der entdecken muss, dass seine eigene Freundin vor ihm ein düsteres Geheimnis verschweigt.
Und jetzt war er doch da: Sir Paul McCartney. Mit 44 Jahren Verspätung trat der Ex-Beatles-Frontmann nun vor 45.000 begeisterten Fans anlässlich der Feierlichkeiten zur Staatsgründung Israels in Tel Aviv auf. Von “Hey Jude” bis “Let It Be” wurde auf dem größten Konzert in der Geschichte Israels alles geboten was das Herz begehrt. Alle Querelen waren vergessen. Ein unvergleichliches Konzert von mehr als zwei Stunden schien die Menschen zusammenzuschweißen. “Give Peace A Chance”, so die Botschaft des Abends, die hoffentlich noch lange nachwirkt. Doch sein Auftritt war nicht die einzige Nachricht, die in dieser Woche auf der Readers Edition bewegte.
Web & Technik + Internetkultur
“Die rülpsen irgendetwas auf ihrem Blog und wundern sich, dass nur weitergerülpst wird. Und wenn der zehnte gerülpst hat, guckt man nicht mehr drauf.” Professor Dr. Michael Haller, Geschäftsführender Direktor Institut KMW der Universität Leipzig Lehrstuhl Allgemeine und Spezielle Journalistik, zieht hart mit den Bloggern in diesem Land ins Gericht. Nach seinen kritischen Ausführungen zu den Möglichkeiten des Internets in unserer heutigen Zeit, die im ersten Teil des Interviews beleuchtet wurden, spricht der Wissenschaftler nun über die inhaltlichen Qualitäten dieses rasant expandierenden Mediums und unsere vermeintlich neue Art der Rezeption.
Web & Technik + Internetkultur
“Das Internet ist ein Ort nicht nur der offenen Kommunikation, sondern zunehmend auch ein Urwald, wo Orientierungslosigkeit, wo Aberglaube und Totemismus sich verbreiten”, so Professor Dr. Michael Haller, Geschäftsführender Direktor Institut KMW der Universität Leipzig Lehrstuhl Allgemeine und Spezielle Journalistik. Spricht Dr. Michael Maier in seinem neuen Buch “Die ersten Tage der Zukunft” noch ganz euphorisch von der Ausbildung eines kollektiven “Superhirns”, sieht der Wissenschaftler das derzeitige und künftige Bild des Internets weitaus skeptischer. Ich sprach mit ihm über die vielfältigen neuen Möglichkeiten, die uns dieses Medium zu bieten scheint, aber auch über mögliche Knackpunkte.