Heute, vor einem Jahr - KW11/2009
Ein Blick durch mein Fenster, in der Woche vom 9. - 15. März 2009
Ein Blick durch mein Fenster, in der Woche vom 9. - 15. März 2009
KWICK! Community ruft auf zur virtuellen Schweigeminute
Werden die Wahlen eine neue Ära der politischen Stabilität für den Irak bringen oder wird es mehr vom Gleichen geben? Irakische Blogger diskutieren über ihre Ängste und Hoffnungen am Tag der nationalen Wahlen. Aber zuerst …
Ein Erdrutsch in Ost-Uganda tötete am Montagabend mindestens 80 Menschen und mehr als 300 werden noch vermisst. Die von einem Tag mit starkem Regen ausgelöste Schlammlawine begrub drei Dörfer im Bududa Bezirk unter sich und vertrieb über 2000 Leute aus ihren Häusern. Die Suche ging auch am Mittwochmorgen weiter.
Gruppe Bündnis 90/Die Grünen: Bereits seit dem 22. Juni dieses Jahres beschäftigen sich die StudiVZler innerhalb der Gruppe mit dem Thema Iran. Mehr als 120 Wortmeldungen hat der Thread bis dato auf sich gezogen. Auch in den vergangenen Tagen waren die Kommentatoren voll bei der Sache.
Edelprofil Karl-Theodor zu Guttenberg: “Jung wird für Merkel zur Last” titelt am heutigen Abend Spiegel Online. Der Ex-Verteidigungsminister steht nach dem Verschweigen von wichtigen Informationen im Zusammenhang mit dem Luftangriff im Kundus unter schwerem Beschuss. Sein Nachfolger zog derweil die ersten personellen Konsequenzen - Und Jung lediglich ein “dürftiges Fazit”. Die StudiVZler diskutieren heftig auf der Pinnwand des CSU-Politikers über die Vorgänge des heutigen Tages.
Der Pulverdampf ist verraucht. Die sterblichen Hüllen der zerfetzten Opfer liegen in afghanischer Erde begraben. Die Medienkarawane ist längst weiter gezogen. Hundertzweiundvierzig Menschen starben Anfang September 2009 bei einem vom Bundeswehroberst Georg Klein in die Wege geleiteten Bombardement der angeblich von Taliban entführten Tanklastzüge bei Kundus. 142 Menschen verloren also ihr Leben. “Darunter auch Zivilisten”, verlautete es lapidar via Nachrichtenticker. Diese von Bomben aus von Oberst Klein angeforderten US-Kampfjets getöteten Menschen, “darunter Zivilisten”, hinterlassen Familienangehörige. Darunter Kinder. Sie leben. Aber haben sie auch eine Zukunft?
“Opium für das Volk” – dieser Revolutionsslogan diente Lenin zu seiner sozialistischen Propaganda. Von Karl Marx abgewandelt sollte er die kommunistische Idee plakativ vor der demokratisch-kapitalistischen Indoktrination warnen. Das war im vorigen Jahrhundert und ist seit dem Ende des Kalten Krieges endgültig nur mehr in Geschichtsbüchern zu lesen. Ironischerweise steht die Phrase nun für die Sicherheit westlicher Demokratien. Der Kampf richtet sich jedoch nicht mehr gegen den post-stalinistischen Kommunismus – er richtet sich gegen den islamistischen Terrorismus.
Zwei gestohlene Tanklaster, die nicht nur theoretisch als Bombe hätten benutzt werden können, aus der Luft unschädlich gemacht, und schon teufelt eine Generalversammlung deutscher Nahkampfspezialisten von einer “neuen Eskalationsstufe am Hindukusch” und davon, dass die Bunderegierung endlich das Wort Krieg in den Mund nehmen müsse. Deutsche Staatsanwälte, deren Ermittlungen der eigenen Findgeschwindigkeit bei Kinderpornos nicht mehr hinterherkommen, kündigen Ermittlungen an, ungediente Fernsehkommenatoren imaginieren eine Pflicht von Bomberpiloten, “Taliban” und “Zivilisten” vor dem Ausklinken ihrer Bomben unterscheiden zu müssen.
Einige Journalisten und Internet-Diskutanten von der deutschnationalen Rechten erwecken den Eindruck, als hätten sie noch nicht einmal die Intelligenz und sittliche Reife eines 11-jährigen errreicht. Das haben Sie mit dem Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung gemeinsam. Statt mit Zinnsoldaten spielen die modernen Strategen heute mit Tanklastzügen und Düsenjets. Während aber früher beim Spiel mit Zinnsoldaten Freund und Feind an den buntlackierten Uniformen klar auszumachen waren, hauen die vorpubertären Krieger mit und ohne Ministeramt heute kurzerhand alles zu Brei, was sich in der Nähe eines verdächtigen Objekts befindet.
Ein Blick durch mein Fenster, in der Woche vom 1. - 7. September 2008
Auf dem Behesht-Sahra Friedhof im Süden Teherans sollen angeblich getötete Demonstranten heimlich bestattet worden sein, so die reformorientierte Website Norooznews. Zwischen dem 12. und dem 15. Juli sollen circa 40 Personen anonym beigesetzt worden sein. Die Leichen seien tiefgefroren aus einem Kühlhaus angeliefert worden. Der Leiter des Friedhofes, Rezaiyan, dementiert diesen Vorwurf der Website vehement, so die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Montag.
“Die Basidsch-e Mostaz’afin (persisch بسيج مستضعفين BasÄdsch-e MostaẓʿafÄn, ‘die Mobilisierten der Unterdrückten’, auch Basij, Bassiji, Bassidji, Bassidschi), sind eine paramilitärische Miliz des Iran, die sich aus Freiwilligen rekrutiert. Organisatorisch sind sie eine Abteilung der Iranischen Revolutionsgarde. Gegründet wurden die Basidsch von Ruhollah Chomeini. Im Ersten Golfkrieg mit dem Irak fanden zehntausende Basidsch in teils jugendlichem Alter bei Himmelfahrtskommandos den Tod. Derzeitiger Kommandeur der Basidsch ist Generalmajor Mohammad Hedschazi.”
Israel hat sie bei der kurzen Invasion des Libanon im Jahr 2006 eingesetzt, US-Militär und Nato-Einheiten im Kosovo und die USA zusammen mit Großbritannien im Irak und auch in Afghanistan. Munition mit abgereichertem Uran (depleted Uranium), kurz Uranmunition.
Ministerkandidat soll Terrorist sein