Weltkulturerbe Tango
Die Unesco erklärte den Tango vor wenigen Wochen zum Weltkkulturerbe als Ausdruck eines Lebensgefühl, das bewahrenswert ist.
Die Unesco erklärte den Tango vor wenigen Wochen zum Weltkkulturerbe als Ausdruck eines Lebensgefühl, das bewahrenswert ist.
Es ist ein gar seltsames Ding um den grandiosen Blick auf das Elbtal, den die Unesco-Weltkulturerbekommission vor einigen Jahren in den Rang eines zu erhaltenden Erbstücks der Menschheit erhob.
Erfahren Sie mehr über die Palaststadt des alten persischen Reiches
Nach den Eisbären, deren Zahl während ihres Aussterbens von rund 4000 im Jahr 1948 auf 25000 im vergangenen Jahr zugelegt hat, und den vom Aussterben bedrohten Gorillas, deren Population sich kürzlich durch einen überraschenden Fund in einem “abgelegenen Tal im nördlichen Kongo” (dpa) schlagartig verdoppelte, sind jetzt auch Sprachen vom Aussterben bedroht.
Gerade einmal 55 Jahre steht der Schrein des Bab am Fuss des Berg Karmel in Haifa und schon ist er zusammen mit dem Schrein Bahaullahs die erste von zwei Stätten mit einer religiösen Tradition, die in der Neuzeit entstanden sind und in das UNESCO-Weltkulturerbeverzeichnis aufgenommen wurden.
Seine Mitglieder sind anonym, seine Ratsschlüsse rätselhaft. Stolze 851 Denkmäler in 140 Länder umfasst die vom der so genannten Unesco-Welterbekommission erstellte Unesco-Welterbe-Liste. Kein Mensch kennt sie alle, kein Mensch weiß, dass die Ruinenstadt Persepolis und die Ruinenstadt Tschoga Zanbil im Iran, die Ruinen der Partherstadt Hatra und die Ruinen der biblischen Siedlungshügel Megiddo, Hasor und Beerscheba in der Wüste Negev dazugehören. Außerhalb Deutschlands weiß auch kein Mensch, dass das Dresdner Elbtal 2004 zum wichtigen Teil des Welterbes erklärt wurde - hierzulande allerdings kann niemand diesem Wissen entgehen, weil dem Elbtal “die Aberkennung des Titels droht” (Die Zeit).
Politik + Kultur + Nachhaltigkeit
Dresden darf seinen Welterbetitel vorerst noch ein Jahr lang behalten. So entschied in der vergangenen Nacht (MEZ) die Welterbe-Kommission der UNESCO auf ihrem Treffen im kanadischen Quebec. Bedingung ist allerdings, dass alle Arbeiten an der bereits in Bau befindlichen Waldschlösschenbrücke eingestellt werden und eine Tunnel-Alternative neu überdacht wird.
Politik + Kultur + Nachhaltigkeit
Andreas Friedrich vom Welterbezentrum Dresden im Interview zur Entscheidung der UNESCO über den Welterbestatus Dresdens, die heute fallen soll (mehr…):
Politik + Kultur + Nachhaltigkeit
Seit dem gestrigen Mittwoch berät im kanadischen Quebec das UNESCO- Welterbekomitee unter anderem darüber, ob Dresden seinen Weltkulturerbestatus behalten darf oder nicht. Heute, spätestens morgen soll die Entscheidung bekannt gegeben werden. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Dresden der prestigeträchtige Titel aberkannt wird.
Seit Montag, dem 9.6.08, ist eine Gruppe Dresdner Bürger in ganz Deutschland unterwegs. Sie will an zwölf Stationen über die verfahrene Situation um den Welterbestatus des Dresdner Elbtales informieren und auch auffordern, Position zu beziehen. Welterbe geht nämlich alle etwas an und ist nicht nur eine lokale Angelegenheit, als die es einige Bundespolitiker immer hinstellen. Denn die Einmaligkeit der Verbindung aus Landschaft und Menschenwerk soll schließlich nicht nur den Dresdnern erhalten bleiben, sondern der ganzen Weltbevölkerung.
Gestern, am 3. Mai - “Internationaler Tag der Pressefreiheit” - , verlieh der UNESCO-Generaldirektor Koïchiro Matsuura in Maputo, der Hauptstadt Mosambiks, den diesjährigen Guillermo-Cano-Preis für Pressefreiheit an die mexikanische Journalistin Lydia Cacho Ribeiro. Die Jury zeigte sich von dem Mut dieser gegen politische Korruption und organisiertes Verbrechen kämpfenden Freelancerin beeindruckt. Trotz Repressalien, Todesdrohungen und einem Mordversuch berichtete sie über die Verstrickung von Geschäftsleuten, Politikern und Drogenhändlern in Prostitution und Kinderpornografie. Die mexikanische Journalistenorganisation FELAP beklagt 46 Todesopfer in Mexiko seit dem Jahr 2000 – eine der höchsten Zahlen weltweit.
Am 27.11. zeichnete die UN in Stuttgart über 60 Projekte aus, die sich mit nachhaltiger Entwicklung beschäftigen. Die meisten setzen sich mit Bildungsprojekten auseinander, die in Deutschland agieren.
Da konnte selbst Batman nichts mehr ausrichten. Die Waldschlösschenbrücke in Dresden darf nun doch gebaut werden. Das kleine Wesen mit dem lustigen Namen Hufeisennase wird sich auf donnernden Verkehr über der Elbe einstellen müssen, die eine oder andere wird dabei wohl unter die Räder kommen.
Der geplante Bau der Walschlösschenbrücke liegt auf Eis. Ein Gerichtsurteil des Dresdner Verwaltungsgerichts hat am Donnerstag einer Klage verschiedener Umweltschutzverbände von Anfang Juli stattgegeben, wonach der Lebensraum einer seltenen Fledermausart Kleine Hufeisennase und des Vogels Wachtelkönig durch den Bau massiv bedroht sei.
Nachdem bislang noch immer kein rettendes Alternativ-Konzept zur geplanten Waldschlösschenbrücke vorliegt, um Dresden den Weltkulturerbe-Status bei der Unesco erhalten, versuchen nun die Naturschützer ihr Glück. Kleine Blutsauger könnten nun eventuell den Bau der Brücke stoppen.