Politik + Wirtschaft + Kultur + Internetkultur
25. Juni 2009 von Jochen Ebmeier
Es gibt Themen, die wie ein Brennglas die Elementarfragen einer Zivilisation in einem Punkt zusammen fassen. Der gegenwärtige Streit um das Urherberrecht alias das geistige Eigentum ist ein solches. Akut wurde es, als die Betreiber der werbefinanzierten Internet-Tauschbörse The Pirate Bay von einem schwedischen Gericht zu Haftstrafen und einer hohen Schadenersatzzahlung verurteilt wurden: Sie hatten Millionen Nutzern geholfen, urheberrechtlich geschütztes Material gratis aus dem Internet herunterzuladen; ohne freilich am Tauschgeschäft selber etwas zu verdienen. Der jüngste Erfolg der schwedischen Piratenpartei geht darauf zurück; bei der Europawahl Anfang des Monats erhielt sie 7,1 Prozent der Stimmen und entsendet einen Abgeordneten nach Straßburg.
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Vermischtes + Internetkultur
24. Juni 2009 von nicole oppelt
Erst im vergangenen April hatten die schwedischen Musikpiraten eine Schlappe vor Gericht einstecken müssen (wir berichteten). Frederik Neij, Gottfrid Svartholm Warg, Carl Lundstrom und Peter Sunde, die zusammen die Filesharing-Webseite The Pirate Bay betreiben, wurden damals zu einem Jahr Haft wegen Urheberrechtsverletzung sowie einer Geldstrafe von fast drei Millionen Euro verurteilt.
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Politik + Internetkultur
8. Juni 2009 von nicole oppelt
Jubel unter schwedischen Freunden des freien Datenaustausches: die hiesige Piratenpartei (Piratpartiet) hat am vergangenen Sonntag rund sieben Prozent der Stimmen geholt und sich damit einen Platz im EU-Parlament gesichert. Hierzulande haben sich bei der gestrigen Europawahl zwar nur 230.000 Wähler für die Verfechter “digitaler Chancen” entschieden. Doch Blogger AndreO80582 von der freitag-Community ist dennoch skeptisch, ob die Euphorie, die nicht nur im hohen Norden aufzukeimen scheint, wirklich angebracht ist. Und so fragt er sich seit dem frühen Abend: “Ist Filesharing Politik?”
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Vermischtes + Internetkultur
20. April 2009 von nicole oppelt
“Schuldig!”, heißt es seit vergangenen Freitag für The Pirate Bay. Das Angebot der schwedischen Musikpiraten ist illegal und muss beendet werden, urteilten die Richter. Die Internetgemeinde zeigte sich darauf hin gespalten. Befürworter und Gegner des Urteils lieferten sich teils emotional hoch aufgeladene Kommentarschlachten. Erinnerungen an die Schließung der Filesharing-Plattform Napster vor einigen Jahren wurden wach. Ist das Tauschen von Filmen, Musikstücken, Computerspielen und Texten nun legal oder nicht? Die Geister scheinen sich auch diesmal zu scheiden, die Sichtweise der Stockholmer Richter nicht für alle nachvollziehbar zu sein. Für das Unternehmen rund um Frederik Neij, Gottfrid Svartholm Warg, Carl Lundstrom und Peter Sunde heißt die Losung wohl genau deshalb: Nach dem Urteil ist vor dem Urteil.
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Vermischtes + Internetkultur
18. April 2009 von Holger Finn
Ein Jahr Gefängnis, 905.000 Euro Schadenersatz pro Nase - das Stockholmer Gericht, das die Betreiber der Peer2Peer-Suchmaschine Pirate Bay verurteilt hat, setzt damit Maßstäbe. Die Angeklagten hätten über ihre Internetseite, über die es möglich ist, Musik-, Film- und Softwaredateien auf privaten Computern anderer User zu finden, Nutzer angestiftet, Urheberrechte zu verletzen. Auch wenn Pirate Bay selbst auf seinen Servern keine illegalen Dateien bereitstellte, hätten die Betreiber doch aus kommerziellen Interessen gehandelt und im Jahr 1,2 Millionen mit Werbung auf der Seite verdient.
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