Rote Linien: Die Blutlinie für den Syrien-Krieg

“Saddam Hussein besitzt chemische Waffen; Saddam Hussein hat solche Waffen eingesetzt. – Saddam Hussein und sein Regime verschleiern ihre Bemühungen, mehr Massenvernichtungswaffen zu produzieren. – Saddam Hussein ist entschlossen, an eine Atombombe zu kommen.” Diese Sätze lieferte der damalige Außenminister der USA, Colin Powell im Februar 2003 bei einer Rede vor den Vereinten Nationen ab und die braven deutschen Medien gaben diese Lieferung ohne Prüfung an ihre Konsumenten weiter. Heute wissen wir: Powell log, um den Irak-Krieg vorzubereiten. Entschuldigungen der Medien für ihre Kumpanei mit der US-Propagandamaschine sucht man so vergeblich, wie man bis heute vergeblich nach den irakischen Atomwaffen sucht.

Einmarsch in die USA? – Ein Gespräch mit Wolfgang Schäuble über Steueroasen

Alle Nachrichten sind voll von “Offshore-Leaks”. Eine anonyme Quelle hat 250 Gigabytes über zehn Steueroasen einer Reihe internationaler Medien zur Verfügung gestellt: Auch Namen deutscher Steuerflüchtlinge sind im Datensatz enthalten. Es stellt sich die Frage, wie denn die deutschen Steuerbehörden auf die Billionen versteckter Euros reagieren sollten. Wir sprachen mit dem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

Freunde Syriens – Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr

Ganz ausführlich heißt die von den USA vor einem Jahr in Tunis versammelte Syrien-Eingreif-Truppe “Gruppe der Freunde des syrischen Volkes”. Mal wieder hat die USA ein Volk konstituiert, das es nicht gibt. Das, so hoffen die Strategen, hat schon in Libyen prima funktioniert: Das alte Regime ist weg, das neue kaum installiert, da ist die Neuverteilung der Rohstoff-Konzessionen einfacher.

Wochenaufwasch

Was ist nicht alles passiert in letzter Woche! Der alte Papst ist nicht mehr Papst, der Peer hat zwei Clowns in Italien „geoutet“, wie man so schön sagt und Birne, Entschuldigung, unser Altkanzler hat zwar noch seine zwei Söhne, aber die haben irgendwie keinen Vater mehr, beziehungsweise sie dürfen ihn nicht mehr sehen. Das hat uns Markus Lanz verraten, beziehungsweise erzählen lassen. Ich mag solche Sendungen nicht, habe diese aber trotzdem angeschaut, weil es einen doch interessierte. Man sollte die arme, zierliche Frau Kohl aber endlich ruhen lassen.

Obama lässt morden – Der asymmetrische Krieg kennt keine Regeln

“Mit chirurgischer Präzision und Laser-genauem Fokus können wir damit den Krebstumor namens Al-Kaida-Terrorist ausschalten.” Das erzählt, stolz grinsend, der von Präsident Obama gewünschte CIA-Chef John Brennan. Noch sitzt er im Keller des Weißen Hauses und leitet den Drohnen-Einsatz, die angeblich genau gezielte Tötung von Terroristen. Wer Terrorist ist, entscheidet er. Ein Verfahren, gar ein Gericht oder so etwas wie die Genver Konvention kennt dieser Techno-Mord nicht.

Grover Norquists republikanische Spender Crossroads GPS unter Anklage

Im Grunde handelt es sich hier um Anklagen gegen die angemaßte “Freiheit” zum Demokratie-Kauf durch republikanische Millionäre und gegen Versuche zur Etablierung der Plutokratie. Die Vehikel für einen solchen allmählichen Umsturz sind Super PACs wie Crossroads GPS, die „Non-Profit“-Organisationen genannt werden und die Millionen von ihren „großzügigen“ republikanischen „Spendern“ kassieren, um ihnen Milliarden an Einkommensteuern zu ersparen – auf Kosten aller anderen Amerikaner, indem sie den Einkommen-Spitzensteuersatz möglichst niedrig halten.

Goodbye America – Guten Tag Europa

Wenn die Deutschen den amerikanischen Präsidenten hätten wählen dürfen, über 90 Prozent von Ihnen hätten, laut einer Umfrage der ARD, Barack Obama ihre Stimme gegeben. Das ist fraglos gut gemeint. Obama, so denkt die von den Medien geformte Öffentlichkeit, ist einfach netter, hat die progressivere Hautfarbe, die hübschere Frau und kommt den Vorstellungen, die Europäer von einem Politiker haben, am nächsten.